Wanderung zum einzigen Gipfelkreuz Mallorcas

Wanderung

Nordküste: Artà – Ermita de Betlem

Unser Ausgangspunkt ist die Ermita de Betlem, eine Einsiedelei die früher als Kloster diente. Mit dem Auto in Artà angekommen folgt man ganz einfach den Beschilderungen Parc Natural (braune Schilder mit weißer Schrift), irgendwann finden sich zusätzlich noch Schilder mit der Aufschrift Ermita Betlem. Diesen Wegweisern immer folgend fährt man aus Artà hinaus, auf einer schmalen Landstraße ca. 10 km bis zum Ausgangspunkt. Schon alleine auf diesem Weg wird man von einer zauberhaften Region begrüßt. Die hügelige Landschaft wird von unendlich vielen Mandel-, Johannisbrot-, Oliven-, Feigen- und anderen Obstbäumen wie Granatapfel und Kaki bewachsen. Typische Steinmauern säumen die enge Straße zu beiden Seiten. Alles in allem wirkt die Natur hier durch den üppigen Baumbestand satt und grün – zumindest im Vergleich zu anderen Regionen auf der Insel.

Wir stellen unser Auto an der Ermita de Betlem ab und beginnen unsere Wanderung. Nach bereits 5 Minuten erreichen wir die Font de S´ Ermita, die Grotte der heiligen Bernadette. Der von hohen Bäumen eingerahmte Ort hat etwas Märchenhaftes. Unmittelbar danach sehen wir einen Wegweiser und entscheiden uns für die Route Richtung S´Alqueria Vella. Die andere Wanderung führt in den Ort Betlem.
Bis wir den nächsten Orientierungspunkt erreichen, folgen wir eine Zeit lang einem sehr gut ausgetretenen Pfad. Linker Hand begleiten uns im Tal die Bucht von Alcúdia und die kleinen Häuschen von Betlem, die man aus der Ferne wahrnehmen kann. Am nächsten Wegweiser angekommen (Volta als Establits de s`Alqueria Vella) gehen wir links. Unser Pfad ist nun zu beiden Seiten mit Disgras bewachsen, was aber keinerlei Beeinträchtigungen darstellt. Immer wieder begegnen uns Ziegen, die in dieser hügeligen, steinigen Landschaft zu Hause sind. Rechter Hand blicken wir auf das riesige Areal des Parc natural de la Península de Llevant. Nach einem halben Kilometer erreichen wir einen Aussichtspunkt, den Mirador del Puig des Migdia. Ein wunderbarer Blick über die gesamte Bucht von Alcúdia belohnt uns. Wir harren einen Moment aus und gehen dann rechts weiter, immer den Steinmännchen folgend in Richtung unseres Ziels, dem Puig de sa Creu. Nach ca. 10 Minuten erreichen wir eine Steinmauer, an der wir bis zu einer Mauerbresche entlang laufen. Diese durchquert, steigen wir bis zum Gipfelkreuz auf. Der gleiche Blick, wie bereits am Mirador del Puig des Migdia, eröffnet sich uns – nur eben von einem anderen Sichtwinkel und um einiges höher. Am einzigen Gipfelkreuz auf Mallorca schreiben wir noch in das Gipfelbuch bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen.

Die Tour zum Gipfelkreuz ist eine schöne Wanderung mit einem Ausblick, der ein großzügiges Stück Küste freigibt. Die Landschaft hier wirkt trotz der Höhe der Berge sanfter als beispielsweise die schroffe Berglandschaft an der Westküste.

Kurz & Knackig

Wanderung

Serra de Tramuntana: Cala Tuent

Unterhalb des Puig Major, der mit seinen 1.445 Metern der höchste Berg der Serra de Tramuntana ist, liegt die Cala Tuent mit ihrem kiesigen Strand. Cala TuentOberhalb dieser Bucht haben wir uns den Torre de sa Mola de Tuent als Wanderziel ausgesucht. Der Torre ist ein alter Piratenausguck.

Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz am Coll de Sant Llorenç, auf dem Weg zur Cala Tuent. An diesem Parkplatz steht eine Kirche, neben dieser ein Pfad aufwärts führt. Nach kurzer Zeit bereits müssen wir die erste Herausforderung meistern. Da ein ganzes Stück des Steigs weggebrochen ist, müssen wir diese Stelle mit Hilfe von Trittbügeln und Stahlseilen überwinden. Aber bereits hier entschädigen wunderbare Blick auf die türkisblaue Bucht der Cala Tuent uns für die Anstrengung. Der weitere, sowie eigentlich der gesamte Aufstieg, ist durch den stark zugewachsenen Weg und der überwiegend steilen Passagen nicht ganz einfach. Teilweise sehen wir durch das hohe Dissgras und die vielen Sträucher fast nicht wo wir hintreten. Außerdem sind lange Hosen hier sehr von Vorteil wenn man hinterher noch „rocktaugliche“ Beine haben möchte.

Durch die unübersichtlichen eingewachsenen Wege sollte man außerdem über ein gutes Orientierungsgespür verfügen, denn oft sehen wir weder Weg noch Steinmännchen. Überall wachsen wilde Rosmarinsträucher die einen wundervoll  angenehmen Geruch verbreiten.  Irgendwann erreichen wir eine Kuppe, von der aus unser Blick das erste Mal auf den alten Wachturm und die Kapelle auf dem Berggipfel fällt. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis nach oben. Die einzigen Weggenossen die wir treffen sind Ziegen. Am Torre de sa Mola de Tuent angekommen, klettert mein Mann mit Hilfe einer Sprossenleiter zur Wächterkammer hinauf und von dort aus über eine Wendeltreppe durch eine Luke auf das Dach des Piratenturms.

Ich begnüge mich mit dem Ausblick unterhalb des Turmes und schaue mir die wunderschöne kleine Kapelle an. Der Blick von hier oben ist atemberaubend. Nach Südwesten genießt man den Ausblick auf die Küste Sa Costera und nach Osten erblickt man das Panorama des Puig Roig. Nach einer kurzen Rast führt uns der gleiche Weg wieder nach unten.DSC04511-Bearbeitet

Fazit: der Name Kurz & Knackig macht der Tour alle Ehre! Die Wanderung ist kurz und relativ anstrengend, bietet aber tolle Ausblicke und verbreitet ein wenig Abenteuerstimmung.

Küstenwanderung mit Badeziel

Wanderung

Ostküste: Cala Romàntica – Cala Varques

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist die Cala Romàntica. Die kleine Bucht liegt an der Ostküste, zwischen Portocolom und Porto Cristo. Dort angekommen parken wir in Strandnähe, denn den Einstieg finden wir am Strand in der felsigen Wand rechter Hand. Man muss ein bisschen suchen, findet dann aber irgendwann einen kleinen, von Gebüsch gesäumten Pfad. Weiter vorn, Richtung Meer, gibt es einen weiteren Einstieg, bei dem man allerdings eine recht hohe und steile Wand mit Steighilfen überwinden muss. Wir folgen den Pfaden hinauf und halten uns immer in Richtung der Küstenlinie entlang.
Die Wanderung ist fast ausschließlich eben, es gibt nur zu Anfang und beim Erreichen der einzelnen Buchten kleine Ab- bzw. Aufstiege. Die Pfade sind teilweise durch ihren felsigen, scharfkantigen Untergrund etwas unwegsam, stellen aber keinen wirklichen Schwierigkeitsgrad dar. Selbst ungeübte Wanderer können diese Strecke ohne größere Probleme meistern.
Nach ca. einer 3/4 Stunde erreichen wir die Cala Falco. Nachdem wir eine Mauer passieren, steigen wir einige Minuten später zu der kleinen Bucht hinab. Auf der anderen Seite der Cala Falco führt uns ein Pfad wieder zu dem Küstenplateau hinauf, von dem aus wir unseren Weg weiter fortsetzen.
Bereits kurze Zeit später erreichen wir die imposante Felsenbrücke „Cova des Pont“. Von hieraus erblicken wir bereits unsere Zielbucht, die Cala Varques. Weiter an der Küste entlang treffen wir auf die kleine Bucht Caló Blanc. Wir passieren diese und kommen schließlich ca. 20 Minuten später an der Cala Varques an, die mit ihrem feinen Sand gerade in den Sommermonaten zum Baden einlädt. Wer die Wanderung also in der Badesaison unternimmt, sollte auf jeden Fall den Bikini und die Badehose nicht vergessen! Ebenfalls innerhalb der Saison gibt es an der Cala Varques auch eine kleine Strandbar, an der man sich eine Erfrischung gönnen kann.
Fazit: einfache Wanderung mit schönen Küstenausblicken und einem karibischen Ziel.
Dauer: Hin- u. Rückweg ca. 3 Stunden.

Wandern gegenüber des Drachens

Wanderung

Westküste: Sant Elm

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist Sant Elm. Sant Elm liegt am westlichsten Punkt Mallorcas und ist von Palma kommend über die MA1 Richtung Andratx in ca. 45 Minuten gut zu erreichen.
In Sant Elm angekommen folgt man der Beschilderung „La Trapa“ (braune Schilder mit weißer Schrift). La Trapa ist die Ruine eines abgelegenen Klosters oberhalb der Küste, an der uns die Wanderung vorbei führt. Den Schildern folgend biegen wir an dem Restaurant Es Moli und der gegenüber liegenden Tauchschule rechts in den Avinguda de la Trapa ab und fahren bis an den Waldrand, wo wir rechts parken können.
Zunächst steigen wir durch den Kiefernwald auf bis man an einem Abzweig vorbei kommt, an dem man links Richtung Sa Torre abbiegen kann (dieser Weg führt zu einem Aussichtspunkt, dem wir bisher noch nicht gefolgt sind). Wir gehen weiter gerade aus und folgen nun ausschließlich den Steinmännchen und nicht den Schildern „La Trapa“ (der beschilderte Weg ist ein geschotterter Fahrweg, den wir später zum Abstieg nutzen).
Der Aufstieg führt weiterhin auf einem gut sichtbaren Weg entlang unter Kiefern und belohnt zwischendurch immer wieder mit wundervollen Blicken auf die vorgelagerte Dracheninsel Sa Dragonera. Kurz vor dem Bergrücken blicken wir außerdem auf die Bucht Cala Basset mit ihrem glasklaren Wasser. Nun überqueren wir einige größere Felsen (Achtung, gutes Schuhwerk ist ein muss!) und erblicken oben angekommen das erste Mal die Klosterruine La Trapa. Der Weg führt uns am Kloster vorbei und geht schließlich in den bereits erwähnten Fahrweg über. Nachdem wir ca. 20 Minuten aufsteigen, beginnt am Coll de Ses Ànimes unser Abstieg. Wir gelangen dem Weg folgend wieder an die am Anfang erwähnte Wegabzweigung (Richtung „Sa Torre“) und biegen nun links Richtung Sant Elm ab. Kurze Zeit später erreichen wir unser Auto.
Fazit: eine schöne Wanderung mit gut gekennzeichneten Wegen, die nur oberhalb kurz unter dem Bergkamm etwas schwieriger wird. Aber mit gutem Schuhwerk und Trittsicherheit ist auch diese Passage in weniger als 10 Minuten überwunden. Tolle und abwechslungsreiche Ausblicke belohnen das Auge. Gesamtdauer, ca. 3 Stunden.

 

Eine eigene kleine Welt mit Charme

Wanderung

Westküste: Zwischen Port de Valldemossa und Sa Foradada

Dieses Mal wandern wir wieder an der Westküste, oberhalb von Port de Valldemossa. Von Palma kommend fährt man die Ma 1110 nach Valldemossa. Dort angekommen hält man sich Richtung Andratx auf der Ma 10. Ca. 1 km hinter Valldemossa biegt man rechts ab Richtung Port de Valldemossa. Von hier aus führt eine enge Serpentinenstraße zu dem kleinen Hafenörtchen. Kurz vor Kilometerstein 4 biegen wir rechts in eine kleine gemauerte Toreinfahrt ab. Hier blickt man direkt auf ein Holztor und kann rechts noch ein Stück weiterfahren, bis nach ca. 300 Metern eine größere Einbuchtung zum Parken erreicht wird.

Die Wanderung führt oberhalb der Küste auf einem einfachen, nicht wirklich anspruchsvollen Schotterweg entlang einiger alter und imposanter Anwesen, z. B. auch an der ehemaligen „Michael Douglas Villa“. Größtenteils wandert man durch mit Aleppokiefern bewaldetes Gebiet, sodass diese Tour auch gut in den Sommermonaten zu bewältigen ist. Diesem Weg immer folgend, erreicht man bequem nach ca. 1 Stunde die Sommerresidenz S`Estaca mit ihren kleinen Ferienhäuschen und den bunten Bootsgaragen. Abgelegen von jeglichem Tourismus liegen die maximal 10 Häuschen an einem Felshang und vermitteln einem das Gefühl, man wäre in einer eigenen kleinen Welt.

Auf dem gleichen Weg gelangt man wieder zurück. Der Höhenunterschied ist gering, mit knapp 220 Metern auch eine Tour für ungeübte Wanderer.

Zwischen Felsen und Rosmarin

Wanderung

Nordküste: Zwischen Cala San Viçente und Port de Pollença

 

 

Ausgangspunkt unserer Tour ist die Cala Carbó, eine kleine Nachbarbucht der Cala Barques bei dem Ort Cala San Viçente.
Zwischen Port de Pollença und Pollença führt die Ma 2203 nach Cala San Viçente. Dort angekommen, fährt man an der Küste direkt zur Cala Carbó, immer weiter bis man oberhalb der Bucht einen großen, geschotterten Platz mit Parkmöglichkeiten erreicht. Hier angekommen, setzen wir unseren Weg zu Fuß fort. Ganz in der Nähe, Richtung der Serra del Cavall Bernat, steht ein Haus mit dem Namen „Ca na Julia“, das wir rechter Hand liegen lassen.
In unserem Wanderführer werden wir immer wieder auf einen Pfad aufmerksam gemacht, dem wir folgen sollen. Allerdings hat der Untergrund auf dem wir wandern wenig mit einem Pfad gemeinsam. Während der gesamten Wanderung laufen wir auf einem felsigen Untergrund, teilweise mit recht großem Gestein. Der untere Bereich ist mit hohen Gräsern bewachsen und man sieht oft sehr schlecht wo man hintritt. Im oberen Bereich wächst überall wilder Rosmarin und der starke Geruch dieser Pflanze begleitet unseren Weg. Als Orientierungshilfen stehen uns lediglich die Steinmännchen zur Verfügung, denen wir folgen.
Auf halber Strecke eröffnet sich das erste Mal ein wundervoller Blick auf die Bucht von Pollença. Wir laufen weiter nach oben bis wir an eine alte Steinmauer gelangen. Von hier aus beginnt nun der Aufstieg über die Felsvorsprünge zum Talaia Vella. Nach einer recht anstrengenden Kletterpartie und ca. 1 1/2 Stunden kommen wir oben an und haben einen atemberaubenden Ausblick, der einen doch für den sehr steinigen, unwegsamen Aufstieg entschädigt. Das Vall Bóquer zeigt sich in seiner vollen Schönheit, die man nach Herzenslust genießen kann.
Auch der Abstieg ist aufgrund des bereits beschriebenen Untergrundes teilweise recht beschwerlich.
Fazit: ein relativ eintöniger und „ungemütlicher“ Wanderweg, der unbedingt Trittsicherheit und gutes Schuhwerk voraussetzt. Der herrliche Aus- und Fernblick jedoch entschädigt wiederum für alle Strapazen.

Des Nordens schönes Gesicht

Wanderung

Nordküste: Halbinsel Victoria

Wir starten mit unserer Wanderung an der Eremita de la Victòria (ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden). Die Eremita de la Victòria ist eine ehemalige Einsiedelei auf der Halbinsel Alcúdia. Von Alcúdia aus erreicht man den Ausgangspunkt ganz einfach, indem man der Beschilderung in Richtung „Bon Aire“ und „Eremita de la Victòria“ folgt.

Vom Parkplatz aus führt ein breiter Forstweg nach oben zum Talaia de Alcúdia. Der Weg ist sehr gut beschildert und führt serpentinenartig durch einen Kiefernwald zu unserem Ziel, dem Gipfel des Talaia de Alcúdia. Nach ca. einer 1 Stunde hat man diesen Punkt nach einem relativ steilen, aber nicht sonderlich anspruchsvollen Aufstieg erreicht. Lediglich unterhalb des Gipfels wird der Weg steiniger. Ein wunderbarer Blick eröffnet sich uns, bei guter Sicht überblickt man ein relativ großes Stück der Nordküste. Die Buchten von Alcúdia und Pollença zeigen ihre ganze Schönheit.

Anstatt die Rundwanderung, die von hier aus weiter zum Coll Baix und zum Coll de na Benet und wieder zurück zur Eremita de la Victòria führt, zu folgen, gehen wir die gleiche Strecke wieder bergab. Kurz bevor wir den Ausgangspunkt erreicht haben, biegen wir rechts auf den Weg zur Penya des Migdia, einem weiteren spektakulären Aussichtspunkt, ab. Ein schmaler Weg, von Dissgras bewachsen (Achtung: bei kurzen Hosen ziemlich unangenehm!!!), führt uns nach ca. einer halben Stunde an das bekannte „Schwalbennest“.

Hier wurde eine Steinkonstruktion an die Felswand gemauert, die es einem ermöglicht, an dem Felsen vorbei zu schlupfen um an den Aussichtspunkt zu gelangen. Das Cap des Pinar eröffnet sich unmittelbar danach mit seiner ganzen Pracht.

Nach einer kurzen Rast kehren wir auf dem gleichen Weg wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Fazit: Eine schöne Wanderung mit tollen Aussichtspunkten, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt – zumindest bei dem Abzweig zur Penya des Migdia.

Ich empfehle bei sämtlichen Wanderungen einen Wanderführer zur Hand zu haben. Dort sind die Beschreibungen bezüglich der Wegstrecke und auf welche Merkmale zu achten sind, genauestens erklärt. Wir nutzen die Wanderführer von den Verlagen Rother und Bruckmann.

Auf den Spuren der Geschichte bis hinunter ans Meer

Wanderung

Westküste: Landgut Son Marroig –  Halbinsel Sa Foradada

 

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist das Landgut Son Marroig, welches zwischen Valldemossa und Deià an der Westküste liegt. Es handelt sich hierbei um ein altes Landgut, das von dem Erzherzog Österreichs, Ludwig Salvator, bewohnt wurde. Ludwig Salvator war der Cousin Kaisers Franz Josef I aus Österreich und ist bekannt durch seine naturwissenschaftlichen und landeskundlichen Studien des Mittelmeerraums.


Das Herrenhaus des Landguts dient als Museum und ist einen Besuch  wert; aber auch der zauberhaft gestaltete Garten mit dem italienischen Marmorpavillon sollte unbedingt mitbesichtigt werden. Es lohnt sich. Der Eintritt beträgt 3 Euro, die zudem als Wegezoll dienen, da man auf dem Weg nach Sa Foradada einen Teil des Landguts überqueren muss.
Nach der Besichtigung verlässt man das Landgut wieder, geht die Auffahrt rechts hinauf bis man vor einem Eisengatter steht. Über dieses muss man noch klettern (was ganz leicht ist) und los geht`s!
Bis der Abstieg auf die Halbinsel Sa Foradada beginnt, führt uns der Weg durch einen wunderschönen Olivenhain. Esel oder Schafe begleiten uns dabei am Wegesrand… Der Abstieg ist einfach, ein gut befestigter Weg führt serpentinenartig durch mit Aleppokiefern bewachsene Abhänge.  Am Fuße der Steilküste angekommen, läuft man auf der Ostseite der Halbinsel Richtung Spitze, bis man ein Restaurant erreicht (die Öffnungszeiten zum Einkehren findet man übrigens an dem Eisengatter zu Beginn der Wanderung). Wer nun noch mit gutem Schuhwerk ausgestattet ist und Klettern möchte, kann dies  auf der steinigen Spitze der Halbinsel tun.

Eine schöne und einfache Wanderung, die nicht länger als 2 1/2 Stunden dauert.

Ich empfehle bei sämtlichen Wanderungen einen Wanderführer zur Hand zu haben. Dort sind die Beschreibungen bezüglich der Wegstrecke und auf welche Merkmale zu achten sind, genauestens erklärt. Wir nutzen die Wanderführer von den Verlagen Rother und Bruckmann.

Traumhaftes Panorama

Wanderung

Nordwesten (Serra de Tramuntana): Embalse de Cúber – Puig de L`Ofre

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Stausee Embalse de Cúber, an dem ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sind.

Die Wanderung beginnt direkt am See. Dabei ist es zunächst egal, für welche Seeuferseite man sich entscheidet. Sowohl die Süd- als auch die Norduferseite führen zu einer Schutzhütte, die am Ende des Sees liegt.

Ab da läuft man nun eine ganze Weile in einem weiten Tal, immer den Puig de l`Ofre vor Augen. Irgendwann führt ein steiniger Weg durch den Wald zum Pass, dem Coll de l`Ofre. Hier angekommen, blickt man das erste Mal auf den im Gebirge eingebetteten Cúber, ein wirklich herrliches Bild. Bis zu dem Pass benötigt man bereits 1 Stunde.

Wer den einzigartigen Blick auf beide Stauseen genießen möchte, muss allerdings noch höher hinaus. Der recht anspruchsvolle Aufstieg bis zum Gipfel des l`Ofre dauert nochmals ca. eine gute Stunde. Was man aber dann erblickt, lässt einen die ganzen Strapazen schnell vergessen. 🙂 Das Herz schlägt nicht nur höher von der Anstrengung, sondern auch von dem wundervollen Panorama welches sich einem eröffnet. Beide Stauseen, Cúber und Gorg Blau, sowie Port de Sóller und die Bucht von Palma lassen sich überblicken. Ein atemberaubender Moment!

Diese Wanderung ist wirklich toll. Geht man sie bis zum Gipfel, ist man mit Rast gute 4 1/2 Stunden unterwegs. Man sollte auf jeden Fall einen klaren Tag wählen, dann ist die Aussicht gigantisch. Bei uns war es leider nicht ganz klar und teilweise neblig, aber trotzdem hat es Spaß gemacht.

Ich empfehle bei sämtlichen Wanderungen einen Wanderführer zur Hand zu haben. Dort sind die Beschreibungen bezüglich der Wegstrecke und auf welche Merkmale zu achten sind, genauestens erklärt. Wir nutzen die Wanderführer von den Verlagen Rother und Bruckmann.