Kärnten

Urlaub am Wörthersee

Wir haben in Kärnten, im südlichsten Bundesland Österreichs, Urlaub gemacht. In nur einer Woche Kärnten sieht und erlebt man nicht viel? Dem können wir ganz klar widersprechen! Mit Wanderschuhen und Fahrrad bewaffnet, haben wir 7 Tage lang einen der wärmsten Alpenseen, den Wörthersee, sowie die Region erkundet und entdeckt.

Das Ufer des Wörthersees ist leider an nur sehr wenigen Stellen frei zu erreichen, da der größte Teil privatisiert ist. Wer also baden, oder sich am Ufer des Wörthersees aufhalten möchte, hat nur sehr wenige Möglichkeiten, dies außerhalb der Seebäder zu tun. Das ist tatsächlich auch das einzige, was wir bemängeln könnten.
Gerade deshalb ist es ratsam, wenigstens ein Mal den Wörthersee mit dem Fahrrad zu umrunden. Die Strecke lässt sich sehr gut fahren und ist mit ihren knapp 45 km und ohne nennenswerte Steigungen für jedermann zu bewältigen. Die Umrundung mit dem Zweirad erlaubt es einem, wo immer man möchte, stehen zu bleiben und gewährt herrliche Ausblicke auf den Wörthersee.

Ein weiteres Highlight ist der Besuch des Aussichtsturms Pyramidenkogel, der oberhalb von Keutschach am See liegt. Der Pyramidenkogel ist leicht mit dem Auto zu erreichen und die 11 EUR Eintritt lohnen sich, denn nirgends hat man einen solchen Panoramablick über den Wörthersee mit seinen Inseln. Aus dieser Höhe zeichnen sich die unterschiedlichen Farben des Sees deutlich ab. Ein leuchtendes, helles Türkis umrandet die Inseln sowie manche Uferregionen und ein Gefühl von Südseezauber breitet sich bei diesem Anblick aus.

Neben den etlichen Seen in der Region findet man in nur ca. 15 km Entfernung den Faaker See. Da er von der Klarheit des Wassers und der Farbe dem Wörthersee sehr ähnelt, könnte man von seinem kleinen Bruder sprechen. Aufgrund seiner Größe kann man den Faaker See mit einem Marsch von knapp 10 km auch zu Fuß umrunden. Oberhalb thront majestätisch die Burgruine Finkenstein. Neben der Tatsache, dass die Burgarena für die Aufführung von Festspielen und Konzerten dient, kann man dort in einem urigen und romantischen Ambiente essen oder auch nur etwas trinken gehen. Nicht nur der Blick von der Burgterrasse ist ein Augenschmaus, auch der Magen und die Geschmackssinne kommen auf ihre Kosten.

Zum Thema „Wandern“ sei gesagt, dass man natürlich auch hier, wie überall in Österreich, alpine Wanderungen in Hülle und Fülle unternehmen kann. Die Gerlitzen (Nockberge, Gurktaler Alpen), der Dobratsch (Gailtaler Alpen) und die Karawanken sind nur einige davon.

Abschließend möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Kärntner ein extrem freundliches Völkchen sind. Noch nie sind uns Einheimische in einer Urlaubsregion mit so viel Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft, Auskunftsfreudigkeit und Freundlichkeit entgegen getreten. Sei es unsere Vermieter der Ferienwohnung, die Kassiererin im Supermarkt, Bedienungen in Bars oder Restaurants, Passanten die man nach dem Weg fragte oder Einheimische, mit denen man irgendwie und irgendwo ins Gespräch kam… Ja, jetzt könnte man sagen, dass die meisten hiervon Dienstleister sind und es deren Job ist nett zu sein. Natürlich richtig, aber was uns mit einer scheinbar selbstverständlichen Offenheit entgegen gebracht wurde, war mehr als das! Wir kommen bestimmt wieder, danke liebe Kärntner!