Serpentinenabenteuer in der Serra de Tramuntana

Serpentinenabenteuer in der Serra de Tramuntana

Nordwesten (Serra de Tramuntana): Santuari de Lluc – Sa Calobra – Cala Tuent – Sóller / Port de Sóller

Santuari de Lluc

Die erste Station ist das Santuari de Santa Maria de Lluc, welches als das spirituelle Zentrum der Insel gilt. In den Gebäuden des Santuaris (Santuari bedeutet „Heiligtum“) gibt es ein Gymnasium, ein Museum, eine Herberge und eine Basilica. Neben dem Santuari befindet sich ein kleiner botanischer Garten, Jardín Botánico de Lluc, der sehr sehenswert ist.

 

Straße nach Sa Calobra

Weiter geht es auf der serpentinenreichen Ma-10 Richtung Sóller. Nach ca. 12 km wechselt man auf die Ma-2141 und wird direkt nach Sa Calobra geführt. Sa Calobra ist ein kleines Dorf, dass zur Gemeinde Escorca zählt.

Die Cala de Sa Calobra ist eine wunderschöne kleine Kiesbucht mit glasklarem Wasser und typischen Bruchsteinhäuschen. Natürlich finden sich hier bedingt durch den üppigen Tourismus auch Restaurants und Cafés.

Sa Calobra

Ein 600 Meter langer Fußweg inkl. eines beleuchteten Fußgängertunnels führt an den Ausgang der bekannten Felsenschlucht des Torrent de Pareis. Die Schlucht ist die zweitgrößte Schlucht des Mittelmeerraumes.

Auf dem Rückweg von Sa Calobra bietet sich ein Abstecher zu der nur 7 km entfernt gelegenen Cala Tuent an. Es gibt an der Strasse nur einen einzigen Abzweig und dieser führt direkt dort hin.

Die Cala Tuent ist eine Bucht mit einem grobkiesigen Strand unterhalb des Puig Major, der mit seinen 1445 Meter der höchste Berg der Serra de Tramuntana ist.

 

Cala Tuent

Der Ausflug nach Sa Calobra und an die Cala Tuent ist allerdings nur Menschen zu empfehlen, die kurvenreiches Autofahren gut vertragen. 😉

Wer hiernach noch Lust hat, kann weiter nach Sóller und/oder zu dem Hafenstädtchen Port de Sóller fahren. Auf dem Weg Richtung Küste (Ma-10) kommt man an den beiden Stauseen Gorgs Blau und Embalse de Cuber vorbei.

Es empfiehlt sich allerdings Sóller und Port de Sóller in einem extra Ausflug zu besuchen.

Drei auf einen Streich

Ausflug

Ostküste: Cala S`Almunia – Calo des Moro – Cala Llombards

Cala Santanyí

Markt in Santanyí

Wir starten mit einem Besuch in Santanyi, am besten an einem der Markttage, Mittwoch oder Samstag. Nach einem ausgiebigen Bummel machen wir uns auf den Weg an die Cala S`Almunia und die Calo des Moro, die ebenfalls zur Gemeinde Santanyi gehören.

Zunächst fährt man auf der Ma 6100 Richtung Llombards, kurze Zeit später wechselt man auf die Straße Richtung Cala Llombards. Bevor man den Ort Cala Llombards erreicht, führt eine der Straßen rechts zu den beiden Buchten. Ich empfehle, sich den Weg vorher in Google Maps anzeigen zu lassen, denn durch die spärliche und unscheinbare Beschilderung ist das Ziel nicht wirklich einfach zu finden.

Cala S`Almunia

Parkmöglichkeiten sind ebenfalls eine kleine Herausforderung, da man sich hier inmitten eines kleinen Wohngebietes befindet.
Eine steile Treppe mit etlichen Stufen führt zur Cala S`Almunia hinunter. Unten angekommen, erblickt man die felsige Bucht mit ihren bizarren Felsformationen. Zur rechten einen winzig kleinen Sandabschnitt und zur linken alte, liebevoll restaurierte Fischerhäuser und Bootsanlegestellen.

Calo des Moro

Das kristallklare Wasser lädt zum Baden und Schnorcheln ein.

Die Calo des Moro erreicht man zu Fuß, unweit von der Cala S`Almunia. Entlang der Fischerhäuser muss man einfach der Beschilderung folgen. Markierte Wege führen direkt zu dem steilen Abhang, der zu der kleinen Sandbucht hinab führt.

Cala Llombards

Beide Buchten sind gut frequentiert und aufgrund ihrer Größe kann es recht schnell zu „Platzproblemen“ kommen. Wer also nicht früh genug hier ist und sich kein Plätzchen mehr sichern kann, sollte sich einfach auf den Weg an die Cala Llombards machen.  Sie zählt zwar ebenfalls zu den kleineren Sandbuchten, bietet aber doch weitaus mehr Platz wie ihre Nachbarn S`Almunia und Moro.

Ausflug für Botanikfreunde

Ausflug

Serra de Tramuntana: Raixa – Jardines d`Alfàbia

 

die Gärten von Raixa

Ich möchte einen Ausflug zweier wunderschöner Anwesen und Gärten empfehlen. Aus Richtung Palma kommend, sind das Landgut und die Gärten von Raixa unsere erste Station.

Die Gärten von Raixa befinden sich gerade einmal 10 km von der Inselhauptstadt entfernt. An der Ma 11 Palma – Sóller auf Höhe von km 12 biegt man ab (Hinweisschilder vorhanden) und erreicht nach ca. einem halben Kilometer den Parkplatz. Achtung, das Anwesen ist nur Dienstags und Donnerstags von 10:00 – 14:00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

die Gärten von Raixa

Das Landgut ist ein im italienischen Stil erbauter Adelspalast aus dem 16. Jahrhundert. Übereignet wurde das herrschaftliche Anwesen seinerzeit dem Kardinal, Antonio Despuig, dem wir diese schönen Gärten zu verdanken haben. Die Gärten umgeben das Anwesen mit Oliven- und Zitrusbäumen, Zypressen, Kiefern, Palmen, Blumen und anderen schönen Pflanzen.  Der Nordhang des Gartens ist terrassenförmig angelegt, in dessen oberem Bereich ein kleiner, mit bunten Glasfenstern bestückter, im maurischen Stil erbauter Pavillon, sowie eine kleine Kapelle stehen.

die Gärten von Raixa

Außerdem befindet sich auf dem Grundstück  ein Teich, der zu den größten stehenden Wasserflächen Mallorca`s zählt. Hier, sowie auf dem gesamten Anwesen, finden sich immer wieder Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen und Genießen.

Weitere Informationen zu Raixa unter www.raixa.net

Jardins de Alfabia

Weiter geht es auf der Ma 11 Richtung Sóller. Nur ca. 5 km von Raixa entfernt, erreicht man die Gärten von Alfàbia (Das Anwesen liegt rechter Hand, direkt vor dem Tunnel nach Sóller). Die Anlage hat täglich, außer Sonntags, geöffnet. Der Eintritt beträgt im Sommer 6,50 Euro und im Winter 5,50 Euro.
Was sind die Gärten von Alfàbia? Nun, wie der Name schon sagt, findet man hier eine Gartenlandschaft, deren mediterrane Vegetation unglaublich vielfältig ist. Verschiedene Palmenarten, Sträucher und Bäume sowie subtropische Pflanzen, alles sehr liebevoll angelegt.

Jardines d´Alfàbia

Überall hört man das Wasser plätschern und sieht romantische Wasserspiele, was auf die Bewässerungstechnik der Gartenanlage zurück zu führen ist. An einem in Grün eingebetteten Teich laden Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein… Umgeben von der üppigen Gartenlandschaft gibt es noch das alte Landgut. Wer sich dieses anschauen möchte, findet hier antike, mallorquinische Möbel und Bilder, sowie eine sehenswerte Bibliothek mit wertvollen Dokumenten.

Weitere Informationen zu Jardines d`Alfàbia unter www.jardinesdealfabia.com

 

 

Zum nördlichsten Punkt

Ausflug

Nordküste: Port de Pollença – Mirador d´ es Colomer – Talaia d`Albercutx – Cap de Formentor

 

Port de Pollença

Wir starten in der 10 km langen Bucht von Pollença. Besonders hübsch finde ich die Lage, denn die Badia de Pollença wird von Bergen umgeben und man hat ein sehr schönes und idyllisches Panorama. Mir persönlich gefällt am besten das Ende der Bucht mit den vereinzelt im Wasser liegenden Booten und zur Saison nicht so überfüllten kleinen Strandabschnitten. Außerdem hat man einen wunderschönen Blick über Port de Pollença. 

Halbinsel Formentor

Weiter geht es dann auf der Ma-2210 Richtung Formentor. Nach kurzer Zeit, zwischen km 5 und 6 erreicht man einen der bekanntesten Aussichtspunkte Mallorcas, den Mirador d’es Colomer. In ca. 300 Meter über dem Meer reicht der Blick bei guter Sicht im Osten nach Menorca im Westen zur Cala Figuera und im Süden sieht man Alcúdias Sandstrand.

Talaia d`Albercutx

Wer noch höher hinaus will, sollte der Straße folgen direkt gegenüber des Parkplatzes. Der Weg führt auf den Talaia d`Albercutx zu einem alten Wachturm. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick, fast wie aus einem Flugzeug.

Cap de Formentor

Fährt man weiter, kommt man nach ca. 14 km auf einer serpentinenreichen Straße an den nördlichsten Punkt der Insel, das Cap de Formentor. An dessen Spitze steht der Leuchtturm Faro Cap de Formentor. Allerdings empfehle ich, entweder sehr früh oder recht spät am Tage dort hin zu fahren.

 

Das Cap de Formentor ist eines der beliebtesten Ausflugsziele und gerade zur Saison so überlaufen, dass es schwer ist, einen Parkplatz zu finden.

 

 

 

 

Bergdoerfchentour

Bergdörfchentour I

Valldemossa

Westküste (Serra de Tramuntana): Valldemossa – Deià – Fornalutx – Biniaraix

 

Wir starten in Valldemossa, das ca. 20 km nördlich von Palma de Mallorca liegt. Seinen Bekanntheitsgrad hat das Örtchen dem Komponist Frédéric Chopin mit der Schriftstellerin George Sand zu verdanken. Beide verbrachten einen Winter dort und bewohnten während dieser Zeit eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Valldemossa, die Kartause Cartoixa de Valldemossa. 

Valldemossa

Sehr beliebt ist das Örtchen aber auch wegen seiner blumenschmuckreichen Fassaden. An sämtlichen Hauswänden findet man sowohl hängend als auch stehend Töpfe mit Pflanzen & Blumen.

Nur ein paar Kilometer weiter trifft man auf die Kleinstadt Deià. Weil sich hier schon zahlreiche Künstler wie Maler, Schriftsteller, Musiker und Filmschauspieler niedergelassen haben, spricht man auch vom Künstlerdorf Mallorcas.

Deià

Deià besticht einfach durch seinen Charme, den jedes einzelne Haus, jeder Hof, jeder Garten ausstrahlt. Alles ist sehr liebevoll gestaltet und begrünt und das Gesamtbild des Ortes ist sauber, ordentlich, farbenfroh und heimelig.

Weiter könnte es nun zu den Bergdörfchen Fornalutx und Biniaraix gehen. Die beiden bei Sóller liegenden Bergdörfer würde ich allerdings in einem separaten Ausflug besuchen.